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Philosophie - ein paar philosophische Gedanken - Philosophie - ein paar philosophische Gedanken über Mutter Erde, Wissenschaftsgläubigkeit, genmanipulierte Krebsmäuse, Gott und den Machbarkeitswahn der modernen Gesellschaft

Die Erde ist unsere Mutter und seine Mutter tötet man nicht

Diesen Satz hörte ich zum ersten mal als Kind in einem Indianer-Film. Ein Satz, der in seiner Einfachheit nicht zu übertreffen ist, so vernünftig, so logisch, und doch scheinbar so schwer zu verstehen. Immer wieder musste ich über diesen Satz nachdenken. Die Nachrichten zeigten Bilder von Tankerkatastrophen, vom Raubbau in den Regenwäldern, von blutigen Walfangmethoden und aussterbenden Tierarten. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass wir unsere Mutter plündern, vergewaltigen und verstümmeln, ohne auch nur den geringsten Respekt zu haben.
 
Dabei ist doch alles so einfach. Die Indianer, von unserer überheblichen westlichen Welt “Primitive” und “Wilde” genannt, haben es doch schon lange kapiert. Sind wir wirklich so schwer von Begriff? Können wir nicht verstehen, dass wir mit der Ermordung unserer Mutter Erde unser eigenes Grab schaufeln? Selbst in unserer Kultur lernen wir, dass Gott die Erde geschaffen hat. Denkt wirklich irgend jemand, er hätte uns diesen kleinen blauen Planeten überlassen, damit wir ihn zerstören?
 
Eine indianische Philosophie besagt: “Wenn du etwas von der Erde nimmst, so musst du ihr wieder etwas geben”. Das heisst zum Beispiel: Wenn du einen Baum fällst musst du wieder einen Baum pflanzen. Wenn wir so mit der Natur umgehen würden, gäbe es immer genug Bäume. Doch was machen wir? Wir graben tiefe Löcher in den Leib unserer Mutter Erde, um Schätze aus ihr zu stehlen und füllen diese Löcher als Entschädigung mit unseren Abfällen.
Eine Cree-Indianerin sagte einmal:
 
Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, dann werdet ihr vielleicht einsehen, dass man Geld nicht essen kann

Werden wir wirklich erst verstehen, wenn wir es soweit gebracht haben? Müsste unser Verstand nicht ausreichen, um vorher zu erkennen, dass wir auf dem Holzweg sind? Ich kann und will nicht glauben, dass wir erst zur Vernunft kommen, wenn wir unsere eigene Lebensgrundlage vernichtet haben.
Irgendwo habe ich einen anderen Satz gelesen:
 
Wir gehen mit dieser Welt um als hätten wir noch eine Zweite auf Reserve.

Haben wir das wirklich?